Wir vom Verein Sandsteinmuseum Staffelbach haben uns das Ziel gesetzt, dieses alte Handwerk nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Mit dem Taglöhnerhaus, erbaut aus Sandstein, haben wir ein Gebäude gefunden, in dem sich ein kleines Museum einrichten liesse. Die Nähe zu den Sandsteinhöhlen erweist sich dabei als glücklicher Zufall. Im Sandsteinmuseum wird der Besucher Informationen über den Sandsteinabbau finden, kann die alten Werkzeuge und deren Verwendung studieren und erfährt einiges über das Leben der Taglöhner, die sich ihren Lebensunterhalt als Steinbrecher und Steinhauer verdient haben.

 

 

GESCHICHTE

Die grossen Sandsteinhöhlen im Friedlistall, die Brüche im Munistall, im Gäggi, auf dem Böhl und an der Bottenwilerstrasse sind Zeugen einer ausgestorbenen Industrie. Den Gemeinde-protokollen von Staffelbach entnehmen wir, dass die Steinhauerei im vorletzen Jahrhundert in grosser Blüte stand. Die Steinhauer hatten eine eigentliche Zunft. Das Steingrubenland gehörte ursprünglich der Gemeinde. Jeder Steinhauer, es waren zwischen 10 und 20 Mann, steigerte von der Gemeinde einen Satz. (ein Steinsatz war 18 Fuss lang und 12 Fuss breit und kostete 32 Franken)

Ein Besoldungsbeispiel aus jener Zeit zeigt uns das Verhältnis:

Ein Steinhauer verdiente pro Quartal 12 Franken, zuzüglich einer Jahresend-Gratifikation von 5 Franken.

 

Die Blöcke wurden von Hand „geschroten“ und nachher mit Keilen gespalten. Die Steinhauer waren einheitlich gekleidet. Eine lange, weite blaue Bluse mit einer Kapuze diente als Berufskleid. Ein Steinabzüger und ein Kartenabnehmer besorgten die Kontrolle und lieferten der Gemeinde und der Steingrubenkommission die ihnen gehörenden Abgaben ab. Die Steine wurden mit einem sogenannten „Göfi“ (einem Wagen ohne Brücke) mit Stieren gezogen an die Kundschaft verführt.

 

Die Steingruben sind nach und nach den Steinbrechern verkauft worden. Die Sandsteinindustrie ging Anfang des letzten Jahrhunderts bedeutend zurück. Die Firma Walter Gugelmann, Baugeschäft, hat bis Ende der Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts Sandsteinblöcke auf dem Böhl gebrochen und in der Werkstatt zu Kunst- und Cheminéeplatten zersägt. Nach Auflösung dieser Firma, führte ein Zweigbetrieb der Hans Hunziker AG die Grubentätigkeit bis 1965 in reduziertem Umfang weiter. Karl Gugelmann holte mit dem Lastwagen noch bis 1971 vereinzelte Blöcke in der Grube „Böhl“ ab und verarbeitete diese in der Steinhauer-Werkstätte an der Hauptstrasse.

 

Fotos: Chronik der Gemeinde Staffelbach

VORSTAND

Vorstand des Vereins Sandsteinmuseum Staffelbach

 

Präsidentin:   Priska Hauri, Staffelbach

 

Aktuarin:   Regula Wirth, Staffelbach

 

Kassierin:   Béatrice Meili, Kirchleerau

 

Ressortleiter Bau:  Frank Hauri, Staffelbach

 

Ressortleiter Museum:  Urs Müller, Staffelbach

 

Revisoren:   Peter Rüegger und Nik Walther, beide Staffelbach

 

LINKS

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AKTUELL

Die kantonale Denkmalpflege hat das Taglöhnerhaus Bühl 29 unter Schutz gestellt, eine Bestätigung dafür, dass ein Sandsteinmuseum einen beträchtlichen kulturellen Wert für die Nachwelt darstellen kann.

 

Um das Gebäude wieder instand zu stellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist ein grosser finanzieller Aufwand nötig. Mit dem Verein Sandsteinmuseum Staffelbach, dessen Mitgliedschaft allen Personen offen steht, soll die Möglichkeit gegeben werden, aktiv an der Entstehung des Sandsteinmuseums Staffelbach mitarbeiten zu können.

 

Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie unser Vorhaben!

 

PROJEKT

Im alten Taglöhnerhaus im Bühl 29 soll ein Sandsteinmuseum eingerichtet werden, welches sich an interessierte Einzelpersonen, Familien, Schulklassen, Vereine und Gruppen aus dem Suhrental, der Region Zofingen/Aarau und dem ganzen Schweizer Mittelland richtet.

 

Zielpublikum sind an altem Handwerk Interessierte, Ofenbauer oder Besitzer von Sandsteinhäusern oder denkmalgeschützen Gebäuden. Mit dem Bereich Sandsteinsanierungen soll gezielt auch ein Fachpublikum angesprochen werden.

 

Zusätzlich zum Sandsteinmuseum soll ein Themen-Wanderweg zu den Sandsteinhöhlen realisiert werden, um Tagestouristen und Besucher aus der ganzen Schweiz anzulocken.

 

Mit Kursen zu aktuellen Themen wie Räuchern, Steinhauen, Geschichtenerzählen etc. könnten zusätzliche Besuchergruppen angesprochen werden.

 

Zur Hauptausstellung über den Sandsteinabbau könnten auch jährlich wechselnde Sonderausstellungen Platz finden.

 

Das Taglöhnerhaus könnte auch für kleinere kulturelle Anlässe, zum Beispiel Vorträge und Lesungen genutzt werden.

 

  Download Inventar Denkmalpflege

KONTAKT

  Nähere Informationen

Besucherzaehler

Besucher bis heute auf sandsteinmuseum.ch

Der Sandstein von Staffelbach spielte seit Jahrhunderten als Baustoff im Suhrental und in den angrenzenden Regionen eine grosse Rolle. Der Abbau und der Handel mit Sandstein haben in Staffelbach einmalige und eindrückliche Spuren hinterlassen. Nicht nur in den Sandsteinhöhlen im Friedlistall, auch an vielen Türumrandungen und in manchen Bauernstuben ist Staffelbacher Sandstein anzutreffen.

 

Generationen vor uns, deren Alltag weit beschwerlicher war als unserer, haben es verdient, dass man sich ihrer erinnert. Erinnerung braucht einen Ort, braucht Bilder und Erzählungen, sonst geht sie verloren.

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